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Asteroid


Ein Asteroid ist ein Körper von 10 m bis ca. 400 km Durchmesser, der nicht in der Lage ist, aufgrund seiner eigenen Schwerkraft eine runde Form anzunehmen.


In einem Asteroiden dominieren also die atomaren Kräfte langfristig gegenüber der Gravitation, das heisst, die Gravitationskraft ist nicht stark genug, um die Kräfte zwischen den Atomen seiner Gesteine dazu zu bewegen, eine insgesamt "runde" Form anzunehmen.

Bei einem Planetoiden hingegen dominiert die Gravitation, weshalb diese eine praktisch runde Form haben.

Die meisten Asteroiden umkreisen die Sonne im Bereich des Asteroidenguertels. Zurzeit sind mehrere 10 000 Asteroiden bekannt, davon haben etwa 100 einen Durchmesser von 100 km und mehr. Der grösste Asteroide des Asteroidengürtels ist Ceres, gefolgt von Pallas und Vesta.

Die Asteroiden werden in verschiedene Spektralklassen eingeteilt und in dynamische Gruppen, sogenannte Hirayama-Familien, (die jeweils nach dem bekanntesten, grössten oder zuerst entdeckten Asteroiden dieser Gruppe benannt werden) aufgeteilt.

Bisher wurde erst eine kleine Anzahl Asteroiden von Raumsonden besucht. Darunter waren die Asteroiden Eros, Ida, Gaspra, Mathilde und Ithokawa. Für die nahe Zukunft ist eine Sondenmission zu Ceres und Vesta ("Dawn") geplant, die jedoch gerade von der NASA zurück gestellt wurde.

Asteroiden haben stark unterschiedliche Dichten: einige haben beinahe die Dichte von Gestein (ca. 3 g/cm^3), andere haben praktisch die Dichte von Wasser (1 g/cm^3) oder sogar weniger - dies lässt sich mit grossen Hohlräumen im Innern erklären. Dabei muss es sich aber nicht unbedingt um "Höhlen" handeln, es könnte aber sein, dass der Asteroid eher einem fliegenden Kieshaufen mit vielen kleinen (aber in der Summe bedeutenden) Zwischenräumen ähnelt als einem massiven Gesteinsblock. Im Zusammenhang mit der Dichte ist der Asteroid 16 Psyche besonders interessant.

Bei den Asteroiden handelt es sich NICHT um die Überreste eines früheren Planeten, der explodiert ist. Die Asteroiden haben zusammen nur gerade eine winzige Masse, die nicht einmal an jene des Mondes heran reicht (zum Vergleich: der Mond hat gerade mal 1/81 der Erdmasse). Zudem weiss man aus geologisch-mineralogischen Gründen, dass rund 70% aller Meteoriten, die einmal Teile von Asteroiden waren, niemals Teil eines grösseren Körpers gewesen sein können. Darüber hinaus passen die Bahnen der Asteroiden nicht zu einem Muster, wie man es nach einer "Explosion" erwarten würde.

Der Entdecker eines Asteroiden hat prinzipiell das Recht, dem Objekt einen Namen zu geben. Nach der Entdeckung wird dem Asteroiden zuerst eine Katalognummer zugeordnet. Erst wenn seine Bahn besser bekannt ist, kann der Entdecker einen Namensvorschlag bei der IAU einreichen, dem in der Regel stattgegeben wird.

Man diskutiert die Gefahr, die von erdnahen ("erdkreuzenden") Asteroiden ausgeht, deren Bahn die Erdbahn schneidet (sogenannte NEOs). Der Impakt eines Asteroiden von 1 km und mehr könnte eine globale Klimakatastrophe auslösen. Bei Asteroiden mit Durchmessern von weniger als 1 km sind zumindest regionale Katastrophen zu erwarten. Zurzeit ist man der Meinung, dass man rund 95% aller erdbahnkreuzenden Asteroiden mit einem Durchmesser von 6 km und mehr kennt. Ziel bis 2010 ist es, alle Asteroiden mit Durchmesser von 1 km und mehr zu kennen. Kurz nach Weihnachten 2004 wurde ein rund 320 m grosser, erdbahnkreuzender Asteroid (Apophis) entdeckt, der im Jahr 2029 in nur gerade 30 000 km Höhe an der Erde vorbeiziehen wird, wobei eine minimale Gefahr besteht, dass er darauf von der Gravitation der Erde in einer Weise abgelenkt wird, die ihn 2035 auf einen Kollisionskurs mit der Erde bringt. Zurzeit wird beraten, welche Gegenmassnahmen in einem solchen Fall getroffen werden könnten.


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