Gashülle, die einen Planeten oder Mond umgibt.
Die Atmosphären der
terrestrischen Planeten zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr dünn sind und nur einen winzigen Anteil an der Gesamtmasse des
Planeten haben. Die
Gasriesen des äusseren
Sonnensystems hingegen haben gewaltige Atmosphären, die den grösseren Teil ihrer Masse ausmachen (zumindest gilt dies mit Sicherheit für
Jupiter und
Saturn, bei
Uranus und
Neptun hingegen macht die Atmosphäre etwa 50% der Planetenmasse aus).
Prinzipiell lassen sich die Atmosphären zunächst einmal in die folgenden zwei Typen einteilen:
* Primordial
* Sekundär
Primordiale Atmosphären sind solche, die in der Frühzeit des Sonnensystems gebildet wurden - sie entstanden zusammen mit den Planeten, die sie heute umgeben. Die terrestrischen Planeten haben ihre primordialen Atmosphären (im Gegensatz zu den Gasriesen) längst verloren, und sekundäre Atmosphäre (über Vulkanismus, Ausgasung) gebildet.
Die Sekundären Atmosphären lassen sich dann weiter unterteilen:
* Sekundär endogen
* Sekundär exogen
Endogene Atmosphären sind vom Planeten selber gebildet worden, etwa über Vulkanismus. Exogene Atmosphären hingegen haben ihren Ursprung von Ausserhalb des Planeten, so etwa beim Planeten
Merkur, dessen Atmosphäre zum grössten Teil aus eingefangenen Atomen des
Sonnenwindes besteht.
Die sekundär endogenen Atmosphären lassen sich noch nach ihrer langfristigen Stabilität beurteilen. Sekundär endogen stabile Atmosphären sind solche, bei denen pro Zeiteinheit nur ein sehr kleiner Teil dem Planeten oder Mond entweicht. Die Atmosphäre würde deshalb selbst dann noch über viele Jahrmillionen bis Jahrmilliarden erhalten bleiben, wenn die Quelle dafür (in der Regel Vulkanismus) schon lange versiegt wäre. Ein Beispiel für eine sekundär endogen stabile Atmosphäre sind die Atmosphären von
Venus,
Erde,
Mars und
Titan. Bei sekundär endogen instabilen Atmosphären hingegen ist die Atmosphäre sehr dünn und würde innert kürzester Zeit verschwinden, wenn sie nicht ständig von einem Prozess nachgefüllt würde. Ein Beispiel für eine sekundär endogen instabile Atmosphäre wäre die dünne Wasserdampfatmosphäre des Saturnmondes
Enceladus.