Zwei Umlaufzeiten, die in einem kleinen ganzzahligen Verhältnis zueinander stehen, bilden eine Bahnresonanz.
Ein gutes Beispiel für eine Bahnresonanz bilden die
Planeten
Pluto und
Neptun: Pluto braucht für eine Umrundung der Sonne rund 248 Jahre, Neptun braucht etwas mehr als 165 Jahre. Das heisst, während Pluto zwei Umläufe um die Sonne macht (496 Jahre), macht Neptun deren drei (ebenfalls 496 Jahre). Nach 496 Jahren stehen die Planeten also wieder in gleicher Position zueinander. Dies führt dazu, dass sich die beiden, obwohl sich ihre Bahnen kreuzen, nie begegnen werden: denn Wenn Pluto an einem der beiden Kreuzungspunkte ist, gibt es nur jeweils zwei weitere Punkte, an denen sich Neptun zu dieser Zeit gerade befinden kann, und keiner der beiden liegt in der Nähe des Kreuzungspunktes.
Eine ganze Reihe von
Kuiperguertel-Objekten hat dieselbe 3:2-Bahnresonanz (oder 3:2-
Resonanz) wie Pluto zu Neptun: diese werden unter dem Begriff
Plutinos zusammengefasst.
Es gibt auch andere Bahnresonanzen als 3:2, etwa 5:2, oder 3:4, und so weiter: eine Resonanz scheint also die Bahn eines Objekts zu stabilisieren. Je nach minimalem Abstand der beiden in Resonanz stehenden Objekte kann eine Resonanz aber auch zum Gegenteil führen, nämlich dazu, dass in einem resonanten Orbit keine stabilen Bahnen möglich sind, wie dies etwa im Fall der
Kirkwood-Luecken der Fall ist.