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Wer hat herausgefunden, dass die Erde um die Sonne kreist?


Mehrere Kulturen und Zivilisationen haben diesen Umstand unabhängig voneinander entdeckt. In Europa wurde die Meinung, dass die Erde im Zentrum des Sonnensystems stehe, von den Griechen übernommen, und die Kirche hat dieses sogenannt "Geozentrische" Weltbild Jahrhunderte lang verteidigt, weil es ihrer Meinung nach auch in der Bibel belegt war. In Europa kam der Wandel vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild (bei dem die Sonne in der Mitte des Planetensystems, ja des Universums steht) definitiv mit Niklaus Kopernikus: dieser hatte die exakten Bahndaten, die der Astronom Tycho Brahe gemessen hatte, ausgewertet und war zum Schluss gekommen, damit beweisen zu können, dass die Sonne, nicht die Erde im Zentrum des Sonnensystems steht. Da er sich vor der Inquisition (der Verfolgung durch die Kirche) fürchtete, wurde seine Theorie erst nach seinem Tod veröffentlicht und von anderen, etwa Galileo Galilei, bestätigt.

Aber wie gesagt, das lief nur in Europa so: in anderen Kulturen, die Astronomie betrieben, war dies alles schon lange bekannt, etwa in Indien oder Arabien. Die ältesten Belege dafür finden sich in Indien und stammen aus dem 9. Jahrhundert vor Christus.


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