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Wie definiert man die Grenze eines Gasriesen?
Nach reichlicher Betrachtung der Planetentypen ist mir aufgefallen, dass es eigentlich unsinnig ist, den Durchmesser bzw Umfang eines Gasriesen an der Grenze seiner Atmosphäre zu messen. Der Durchmesser der Erde wird ja auch an der Oberfläche gemessen. Ein Gasriese hat aufgrund seiner Masse eben die Möglichkeit eine grosse Menge an Atmospäre an sich zu binden. Aber im Prinzip ist seine Oberfläche da wo der steinige Teil anfängt und das ist das was heute als sein Kern bezeichnet wird. Der Rest aussenrum ist ja überspitzt ausgedrückt "nur Luft" Sehe ich das richtig oder unterliege ich einem Denkfehler?
Es gibt hier zwei Probleme: Erstens ist es unklar, ob gewisse Gasriesen überhaupt einen Kern haben - Jupiter hat vermutlich gar keinen Gesteinskern. Dazu kommt, dass die Hauptmasse des Planeten in der Atmosphäre und nicht im Kern liegt (Saturn etwa hat vermutlich einen Kern von 10 Erdmassen, wiegt aber total 98 Erdmassen...).
Das zweite, viel grössere Problem ist aber, dass man die Kerne nicht sieht, und dass sie nur sehr schwer zu beobachten (und zu messen) sind.
Deshalb hat man den Durchmesser eines Gasriesen so definiert, dass man den Durchmesser der "Atmosphäre" da misst, wo sie 1 bar Druck aufweist. Das ist eine Konvention, aber auf irgend etwas musste man sich ja einigen.
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