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Was ist aus der Theorie eines weiteren Gasplaneten im Kuipergürtel geworden?


Vor einigen Jahren hat ein britischer Wissenschaftler die Theorie vom Vorhandensein eines mindestens jupitergroßen Planeten im oder gar außerhalb des Kuipergürtels aufgestellt. Was ist aus dieser Theorie geworden?


Im Kuipergürtel selbst kann ein solcher Planet ausgeschlossen werden: der Kuipergürtel dehnt sich ca. bis auf 50 AU aus, dann endet er ziemlich abrupt (sog. Kuiperklippe). Ein jupitergrosser Planet in diesem Bereich kann ausgeschlossen werden, der wäre längst gesehen worden, und seine Gravitationswirkung hätte sich ebenfalls bemerkbar gemacht. Wenn schon, dann weiter draussen. Zurzeit kann man einen jupitergrossen Planeten bis in eine Entfernung von knapp 100 AU ausschliessen, einfach weil ein solcher sich optisch hätte bemerkbar machen sollen. Untersuchungen, bei denen das "Wackeln" des Sonnensystems, für den Fall, dass ein solcher ferner Planetenbegleiter existiert, analysiert wurde (mit Hilfe von Pulsarsignalen) erlauben es, einen jupitergrossen Planeten bis in eine Entfernung von 200 AU auszuschliessen, und einen Braunen Zwerg oder leuchtschwachen Sternbegleiter bis in eine Entfernung von etwa 500 AU. Wenn schon, dann müsste es sich um einen (oder mehrere) sehr massearmen Gasriesen handeln, eher in der Grösse von Neptun und Uranus. Es wäre durchaus denkbar, dass noch mehr dieser "Eisriesen" gebildet wurden, sie aber in der Frühzeit des Sonnensystems aus dem System katapultiert wurden, oder aber gerade noch drin blieben, auf einer weit gefassten, exzentrischen Bahn, die sie bis in die Oortsche Wolke führt (dort bleiben sie dann den grössten Teil ihrer Zeit).


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