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Nach welchen Regeln werden neue Planeten benannt?


Welchen Regeln folgt man bei der Vergabe von Planetennamen, im Gegensatz etwa zu Benennungen von Objekten des Kuipergürtels? Aktueller Anlass meiner Frage ist 2003UB313, dessen zukünftiger Name auch von seinem, noch festzulegendem Status abhängig sein soll.


Bei den Planetennamen folgt man der römischen Mythologie, während die Kuiper-Gürtel-Objekte nach Unterwelts-Göttern oder den Göttern von nordischen Völkern benannt werden.

Innerhalb der römischen Myhtologie gibt es keine festgelegten Regeln, nach denen neue Planeten benannt werden: vor der Entdeckung Neptuns wurden die Götter nach aussen hin einfach immer "älter", das heisst Saturn war in der Mythologie der Vater von Jupiter, während Uranus der Vater von Saturn war. Da darüber hinaus kein weiterer "Vater" mehr zur Verfügung stand, behalf man sich mit dem mächtigen Gott der Meere.

Folgt man dieser Regel, wäre "Proserpina" ein guter Name für den zehnten Planeten: in der griechischen Version "Persephone" genannt, ist sie die Gattin des Hades, und verbringt deshalb die Hälfte des Jahres in der dunklen Unterwelt, bevor sie wieder zurück ans Licht darf - eine schöne Umschreibung der exzentrischen Bahn von 2003UB313. Leider sind sowohl "Proserpina" als auch "Persephone" bereits an Asteroiden vergeben worden, daher ist die Benennung des neuen Planeten (so es dann, nach der neuen Definition, die für August 2006 erwartet wird, auch einer ist) schwierig.


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