Ein Gasriese, der in einer sehr engen Bahn um seinen Stern kreist.
Vor der Entdeckung von
51 Pegasi b hätte wohl niemand gedacht, dass es
Planeten wie die Hot Jupiters geben könnte. Sie haben eine Masse, die jener von
Jupiter nahe kommt (oder sie sogar übertrifft), gleichzeitig sind sie aber nur Bruchteile einer
Astronomischen Einheit von ihrem Stern entfernt. Ein typischer Hot Jupiter (
Heisser Jupiter, manchmal auch
Pegasiden genannt) umkreist seinen
Stern in einem zwanzigstel der Erdentfernung. Die grosse Nähe zu ihrem Stern heizt diese Welten bis auf über 1000°C auf.
Die Bildung von Hot Jupiters (manchmal auch wikiesk zusammengeschrieben: HotJupiters) ist immer noch nicht ganz verstanden. Klar scheint einzig zu sein, dass sie sich nicht an dem Ort, an dem sie sich heute befinden, gebildet haben können - die Temperaturen in diesem Bereich sind so hoch, dass jede Planetenbildung unterbleiben müsste. Also müssen sie sich, so die Überlegung, im äusseren Bereich des Systems gebildet haben und erst nach ihrer Entstehung nach Innen gewandert (
migriert) sein.
Die Radialgeschwindigkeitsmethode, mit welcher die meisten Planeten der letzten 10 Jahre entdeckt wurden, bevorzugt die Entdeckung von Hot Jupiters, da diese das grösste "Wackeln" bei ihrem Stern bewirken. Der Anteil der Hot Jupiters an der gesamten Planetenpopulation wird deshalb durch die heute veröffentlichten Planetenlisten stark überschätzt (in diesen Listen machen sie mehr als die Hälfte der Planeten aus). Dies wird sich in den nächsten Jahren entscheidend ändern.
Die Entdeckung "massearmer" Hot Jupiters (sie haben nur rund 10% oder weniger der Jupitermasse) führte zur Bezeichnung von sogenannten
HotNeptunes.