Ein Objekt aus Eis und Staub, das in der Nähe der Sonne einen Schweif bildet.
Kometen sind eisige Objekte mit einem grossen Anteil von Staub und Gestein, die aus dem
Kuiperguertel (kurzperiodische Kometen) oder der
oortschen Wolke (langperiodische Kometen) in Sonnensystem hinein abgelenkt werden.
In der Nähe der Sonne heizen sie sich so stark auf, dass das Eis schmilzt und gasförmig wird - es bildet eine
Koma und schliesslich einen
Kometenscheif. Genau genommen gibt es zwei Schweife: einen
Ionenschweif, der aus geladenen Partikeln besteht, die im Magnetfeld der Sonne vom Kometen wegbeschleunigt werden, und einen
Staubschweif, der aus kleinen Partikeln besteht, die während der Verdampfungsprozesse von der Kometenoberfläche losgerissen wurden und diesen nun auf seiner Bahn begleiten.
Die langperiodischen Kometen wie Hale-Bopp und Huyakutake haben Umlaufzeiten von vielen Jahrhunderten bis Jahrtausenden - sie werden jeweils nur einmal beobachtet.
Kurzperiodische Kometen wie Halley (
Halleyscher Komet) hingegen haben Umlaufzeiten von unter 200 Jahren und werden immer wieder beobachtet. Im Verlauf der Zeit verlieren sie all ihre flüchtigen Stoffe, und kreisen von da an als extrem dunkle, kohlenstoffreiche Objekte um die Sonne. Diese Objekte werden dann manchmal als erloschene Kometenkerne bezeichnet.
Die Staubschweife der Kometen sorgen für Sternschnuppenschauer: immer dann, wenn die Erde einen Staubschweif eines längst verschwundenen oder erloschenen Kometen durchquert, treten besonders viele Staubteilchen in die Atmosphäre ein und sorgen für Sternschnuppenschauer. Bekannte Sternschnuppenschauer sind die Perseiden, Leoniden oder die Geminiden.
Die meisten Kometen haben Durchmesser von weniger als 20 km - ihre Koma und der Schweif können aber Längen von einigen hundert Millionen km erreichen - Kometen sind damit eigentlich die grössten Objekte im Sonnensystem.