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Krater


Vertiefung der Oberfläche, die durch einen Einschlag eines Asteroiden oder Kometen erzeugt wurde.


Krater sind im Sonnensystem allgegenwärtig. Selbst auf der Erde, wo die Atmosphäre einen Teil der einfallenden Asteroiden und Kometen abfängt und die Erosion zur fortschreitenden Zerstörung der Astrobleme führt, gibt es einige Krater.

Die Hochländer des Erdmondes sind gesättigt mit Kratern, das heisst, jeder Teil der Oberfläche wurde irgendwann einmal durch Asteroideneinschläge umgewälzt, ohne dass andere Oberflächenprozesse die Oberfläche hätten erneuern können. Auch die Oberfläche des Merkurs ist nahezu mit Kratern gesättigt, ebenso wie Teile der südlichen Hochländer des Mars. Die Venus hingegen weist aufgrund ihrer sehr dichten Atmosphäre nur sehr wenige kleine Krater auf. Zudem scheint ihre Oberfläche jünger als 800 Millionen Jahre zu sein, aufgrund der geringen Menge grosser Krater gerechnet.

Wie hier bereits angesprochen, lassen sich mit Kraterdichten Altersbestimmungen von planetaren Oberflächen vornehmen: Da die Anzahl der Asteroideneinschläge seit dem Beginn des Sonnensystems stetig abgenommen hat, kann die Grösse und räumliche Verteilung von Kratern Aufschluss über das Alter einer Oberfläche geben. Diese Datierung kann aber nur bis zur Sättigung vorgenommen werden, darüber hinaus ist keine Datierung möglich. Glücklicherweise für diese Methode beträgt das Alter, das eine Oberfläche haben muss, um Kratersättigung zu erreichen, über 4 Milliarden Jahre.

Die meisten Krater sind kreisförmig, obwohl der mittlere (statistisch wahrscheinlichste) Einfallswinkel von Asteroiden etwas mehr als 45° beträgt. Dies liegt daran, dass die Explosion, die der heftigen Kompaktion des Gesteins unter dem aufprallenden Asteroiden hervorruft, die Kraterbildung dominiert - der gerichtete Impuls, der von dem einstürzenden Asteroiden übertragen wird, ist dagegen vernachlässigbar. Erst bei sehr flachen Einfallswinkeln von weit unter 10° wird die Energie des einfallenden Asteroiden über ein genügend grosses Gebiet verteilt, so dass eine Serie von Explosionen zu elliptischen Kratern führt.

Bei sehr grossen Kratern führt der Impakt zur Aufwölbung des Boden, wodurch erst ein Zentralberg und bei noch grösserer Energie ein konzentrischer Kraterring entsteht. Riesige Krater wie das Caloris-Becken auf Merkur haben mehrere konzentrische Kraterringe.


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