Vulkanismus bei sehr tiefen Temperaturen.
Auf der
Erde und den anderen
terrestrischen Planeten sowie auf dem Jupitermond
Io hängt
Vulkanismus immer mit der Bildung, dem Auswurf und dem Abkühlen von
Silikatschmelzen zusammen, also geschmolzenem Gestein.
Im
Aeusseren Sonnensystem sind Silikate viel seltener, dafür werden hier andere Verbindungen die Basis für das "Gestein". Dazu gehören
Wassereis,
Methaneis, oder sogar Stickstoffeis. Auf Objekten, die grosse Mengen dieser Verbindungen in ihren "Gesteinen" aufweisen, zeigen einen anderen Typ Vulkanismus, bei dem flüssiges Wasser, flüssiges Methan oder flüssiger Stickstoff die Rolle der flüssigen Silikate im
Inneren Sonnensystem übernehmen. In diesem Fall spricht man von Kryovulkanismus (Kryos = (griechisch) kalt, eisig).
Bekannte Himmelskörper, die Kryovulkanismus aufweisen, sind die Jupitermonde
Ganymed und
Kallisto (in geringem Umfang und nicht im eigentlichen Sinn auch
Europa), die Saturnmonde
Enceladus und
Titan sowie der Neptunmond
Triton.