Ein grosser Anteil an Hohlräumen, etwa in Asteroiden.
Die
Asteroiden des
Asteroidenguertels haben oft eine viel geringer Dichte, als ihre Zusammensetzung vermuten lassen würde. Die meisten Asteroiden haben
Reflektionsspektren, die jenen von gewissen
Meteoriten nicht unähnlich sind, was vermuten lässt, dass sie aus demselben Material bestehen und damit eine Dichte von ungefähr 3 g/cm^3 für Chondriten und 7 g/cm^3 für Eisenasteroiden haben.
Tatsächliche Dichtemessungen von Asteroiden (etwa durch Vorbeiflüge mit Raumsonden, oder durch Beobachtungen von nahen Begegnungen zwischen zwei Asteroiden) lassen aber vermuten, dass viele Asteroiden eine bedeutend geringere Dichten von bis knapp über 1 g/cm^3 haben.
Als Gründe dafür kommen in Frage:
* Die Asteroiden enthalten bedeutende Mengen an Eis. Dies würde erklären, warum keine Dichten unter 1 g/cm^3 vorkommen. Dem wiederspricht jedoch die Tatsache, dass die Sondierung von Asteroidenoberflächen mit Radarstrahlen bisher nur selten Hinweise auf vorhandenes Eis erbracht hat. Für einige Asteroiden, bei denen es sich vermutlich um inaktive
Kometen handelt, kommt diese Erklärung in Frage, die restlichen geringen Asteroidendichten können damit nicht erklärt werden.
* Die Asteroiden enthalten grosse Hohlräume - dabei sollte man sich keine "Höhlen" vorstellen (solche wären langfristig nicht stabil), sondern sich vergegenwärtigen, dass diese Asteroiden eigentlich eine Art "fliegender Kieshaufen" darstellen - die Leerräume zwischen den einzelnen "Kieselsteinen" reichen aus, um die beobachteten geringen Dichten zu erklären. Beobachtungen zeigen, dass es keine Asteroiden gibt, die schneller rotieren als die Geschwindigkeit, ab der "fliegende Kieshaufen" auseinander fliegen würden.