Planeten.ch
Startseite Katalog der Welten Infos & Lexikon Fragen? Links und Quellen
Katalog der Welten
8 Planeten
176 Monde
67 Zwergplaneten
446 Exoplaneten
24 Braune Zwerge

Zum Katalog

Lexikon-Suche

Quicklinks
Startseite
Willkommen
Unser Sonnensystem
Alle Exoplaneten
Einführungsartikel
Astrolexikon
Fragen stellen

Kommentare vom Rand des Universums

Get Firefox!
Home > Infos & Lexikon > Lexikon

Mehrfachsternsystem


Ein Sternsystem mit mehr als einem Stern.


Knapp die zwei Drittel aller sonnenähnlichen Sterne befinden sich in einem Mehrfachsternsystem. Bei schwereren Sternen ist dieser Anteil sogar noch grösser, bei leichteren Sternen ist er jedoch bedeutend kleiner.

Mehrfachsysteme bestehen aus mindestens zwei Sternen, die sich gegenseitig umkreisen - in diesem Fall spricht man von einem Doppelstern bzw. einem Doppelsternsystem oder einem Binärsystem. Sind drei Sterne in einem System vorhanden, spricht man von einem Dreifachstern bzw. einem Dreifachsternsystem oder einem Trinärsystem. Trinärsysteme unterteilen sich immer in ein Sternpaar, das von einem weiteren Stern in grossem Abstand umkreist wird - oder ein Sternpaar, das einen massiven Stern in grossem Abstand umkreist, je nach dem, wie die Massen verteilt sind und welche Perspektive man wählt. Es besteht eine Tendenz zur Paarbildung, das heisst, auch in Vierfachsystemen umkreisen sich in der Regel zwei Paare.

Mehrfachsysteme mit bis zu sieben oder acht Sternen sind bekannt.

Planetenbildung ist in Mehrfachsystemen genauso möglich wie in Einzelsternsystemen, allerdings ist der Bereich, in dem über Jahrmilliarden stabile Bahnen existieren, eingeschränkt. Man unterschiedet folgende Bahntypen in Mehrfachsystemen:

* S-Typ Bahnen liegen nahe an einem der Sterne, so nahe, dass der gravitative Einfluss des nächsten Sterns vernachlässigbar ist. Wenn die beiden Sterne weit genug auseinander sind, ist Planetenbildung problemlos möglich, und es sind auch einige Extrasolare Planetensysteme bekannt, in denen diese Situation vorliegt. Der Abstand vom Planeten zu seiner Sonne darf dabei zwischen weniger als 10% der Entfernung zum Nachbarstern (für den Fall, dass sich die beiden Sterne auf einer exzentrischen Bahn umkreisen) bis etwa 40% der Entfernung zum Nachbarsetern (für den Fall, dass sich die beiden Sterne in einer kreisförmigen Bahn umkreisen) ansteigen. So wären zum Beispiel problemlos Planeten in der dauernd bewohnbaren Zone (DBZ) des Sternsystems Alpha Centauri möglich.

* P-Typ Bahnen liegen so weit von den nächsten zwei Sternen entfernt, dass die beiden Sterne wie eine einzige Gravitationsquelle wirken. Der Planet muss mindestens vier mal so weit von den beiden Sternen entfernt sein, als diese voneinander entfernt sind - bei einer kreisförmigen Umlaufbahn der beiden Sterne sind sogar noch Bahnen im 2.3fachen Abstand stabil.


zurück