Der Anteil an schweren Elementen in Sternen.
Als "Metalle" werden in der Astronomie alle
Elemente bezeichnet, die schwerer als
Wasserstoff und
Helium sind. Diese schweren Elemente sind erst nach dem
Urknall durch die
Kernfusion in
Sternen entstanden. Da die Produktion von schweren Elementen immer weiter voran schreitet, enthalten jüngere Sterne einen höheren Anteil an schweren Elementen als ältere - dieser Anteil wird durch die Metallizität (Einheit "Z") ausgedrückt.
Die Metallizität wird als 10er Logarithmus des (Eisen / Wasserstoff)-Verhältnisses im Verhältnis zur Sonne ausgedrückt.
Ein Stern, der ein gleiches (Eisen/Wasserstoff)-Verhältnis wie die Sonne aufweist, hat also eine Metallizität von 0. Ein Stern, der doppelt so viel Eisen pro Wasserstoff enthält, verglichen mit der Sonnt, hat also eine Metallizität von log(2.0) = 0.3. Z = 0.3 steht also für einen Stern mit der doppelten Metallizität.
Höhere Metallizitäten führen zu einem verkürzten Sternleben und damit zu einer leicht höheren Leuchtkraft.
Ob Sterne mit höheren Metallizitäten wirklich häufiger Planeten haben, ist umstritten. Es könnte auch sein, dass diese Sterne einfach massivere Planeten haben, die mit den heutigen Methoden gut aufgespürt werden können. Mit dem Fortschritt der Technik in diesem Bereich wird sich am Ende vermutlich herausstellen, dass die meisten Sterne Planeten haben, doch je höher ihre Metallizität ist, desto massiver werden die gebildeten Planeten sein.