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Mond


Ein natürliches Objekt einer bestimmten Grösse, das einen Planeten oder Asteroiden umkreist.


Dieser Text behandelt den Begriff "Mond" im Sinne von "natürlicher Satellit eines Planeten / Asteroiden" (manchmal auch veraltet als Trabant bezeichnet). Für Informationen über den Mond der Erde, hier gehts zum Erdmond.

Zurzeit sind im Sonnensystem über 100 Monde bekannt. Es werden ständig neue, noch kleinere gefunden. In den letzten Jahren wurden auch immer mehr Monde von Asteroiden und Planetoiden entdeckt.

Genau wie der Begriff "Planet" nicht genau definiert ist, ist es auch mit Monden recht schwierig. Zunächst war nur der Mond der Erde bekannt, und der Begriff wurde dann auf die "Monde" anderer Planeten ausgedehnt. Nun wird es zunehmend schwierig, den Begriff genauer zu definieren. In der Regel spricht man von einem Mond, wenn ein Objekt einer bestimmten Grösse einen Planeten, Planetoiden oder Asteroiden umkreist.

Nun stellen sich folgende Fragen:

* Wie klein darf ein Objekt sein, um noch als Mond zu gelten? Einige der neu entdeckten Jupiter- und Saturnmonde sind höchstwahrscheinlich eingefangene Asteroiden, viele von ihnen haben Durchmesser von wenigen Kilometern, die kleinsten sind sogar nur knapp ein Kilometer gross - was ist mit den vielen Trümmern in den Saturnringen? Diese können Durchmesser von 10 Metern und mehr haben...

* Was ist mit den Objekten, die Asteroiden und Planetoiden umkreisen? Was ist mit "Doppelasteroiden", die beinahe gleich gross sind?

* Was ist mit Objekten, die freifliegende Planeten umkreisen? Handelt es sich dabei um Planeten oder Monde?

Zählt man die Massen aller jeweiligen Monde der Planeten Jupiter, Saturn und Uranus zusammen, zeigt sich, dass die Monde immer rund 0.01% der Planetenmasse ausmachen. Nur Neptun ist da eine Ausnahme: Dank Triton, einem massiven Mond, den er höchstwahrscheinlich aus dem Kuiperguertel eingefangen hat, machen seine Monde zusammen rund 0.02% der Planetenmasse aus.
Handelt es sich dabei um ein "universelles" Gesetz (das nur für Gasriesen gilt: terrestrische Planeten können deutlich grössere Monde besitzen, wie das Beispiel von Erde und Pluto zeigt)? Wenn alle Gasriesen im Universum Monde besitzen, die maximal 0.01% ihrer Masse ausmachen, dann gibt es keine Monde von der Grösse der Erde: selbst die allergrössten Gasriesen, die bis zu 13 Jupitermassen haben können, hätten dann höchstens Monde mit 0.4 Erdmassen.
In einer neuen Arbeit, die im Juni 2006 veröffentlicht wurde, wir spekuliert, dass die Obergrenze bei der Mondgrösse mit den Bildungsprozessen der Monde zusammen hängen könnte: Sie bilden sich in einer flachen Gas- und Staubscheibe um ihren Planeten - werden sie zu gross, werden sie durch die gravitative Reibung mit der Staubscheibe so stark abgebremst, dass sie in den Planeten fallen. Die "zu grossen" Monde werden damit effektiv ausgelesen, und nur relativ kleine Körper - eben solche, die zusammen nicht mehr als 0.01% der Planetenmasse ausmachen - überleben.

Eine Liste aller bekannten Monde des Sonnensystems (vollständig nur für die Planetenmonde) findet sich hier: Alle Monde.


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