Die Masse eines Objekts in Abhängigkeit der Inklination seiner Bahn.
Mit der
Radialgeschwindigkeitsmethode wurden bis heute weit über 150 extrasolare
Planeten, sogenannte
Exoplaneten entdeckt. Für die
Masse eines solchen Planeten kann aber nur eine untere Grenze, eine Minimalgrösse angegeben werden, da die wahre Masse von der Neigung der Planetenbahn gegenüber der (Senkrechten auf der) Sichtlinie abhängt. Ein Planet, dessen Bahn ganau zwischen seinem
Stern und der Verbindungslinie zur
Erde vorbeiführt, hätte eine Masse, die genau so gross ist wie das angegebene "M/sin(i)". Je stärker seine Bahn geneigt ist, desto grösser muss seine Masse sein, um die beobachteten Radialgeschwindigkeiten zu erklären - deshalb hängt die Wahre Masse von der Neigung ab. Ein Planeten mit M/sin(i) = 2
Jupitermassen, dessen Bahn um 20° gegen die Senkrechte zur Sichtlinie geneigt ist, hätte also eine wahre Masse von 5.84 Jupitermassen.