Thermonukleare Explosion auf einem Stern.
Eine Nova (Mehrzahl Novae, manchmal wird auch fälschlicherweise der Begriff "Novas" verwendet) ist eine thermonukleare Explosion, die sich auf der Oberfläche des Kerns eines Sterns ereignet, wenn Temperatur und Druck so hohe Werte erreichen, dass Elemente schwerer als Wasserstoff verbrennt werden. Die entstehende Explosion bläst allfällig vorhandene äussere Hüllen des Sterns davon und lässt nur einen
Weissen Zwerg zurück.
Ein Typ von Novae findet sich nur in
Doppelsternsystemen, die aus einem normalen Stern und einem Doppelstern bestehen. Dabei "stiehlt" der Weisse Zwerg in diesem System Gas vom anderen Stern, so lange, bis sich an seiner Oberfläche ein so hoher Druck aufgebaut hat, dass es zur Kernfusion von Wasserstoff und Helium zu Sauerstoff, Kohlenstoff (massearme Weisse Zwerge) oder Neon (massereiche Weisse Zwerge) kommt. Die dabei frei werdende Energie lässt das System hell aufleuchten. Solche Novae können immer wieder auftreten und können aufgrund ihrer ähnlichen Helligkeit als
Standardkerzen der Entfernungsbestimmung genutzt werden.
Der andere Typ von Novae findet sich bei Einzelsternen am Ende ihres Lebens. Bereits zum
Roten Riesen aufgebläht, sammelt sich die
Heliumasche im Kern des Sterns so lange, bis keine Fusion mehr aufrecht erhalten werden kann. In diesem Moment fällt der Stern in sich zusammen, die äusseren Hüllen prallen auf den Kern und zünden die thermonukleare Reaktion, die hier wiederum Sauerstoff und Kohlenstoff (leichtere Sterne wie die Sonne) oder Neon (schwerere Sterne) erzeugt. Die frei werdende Energie bläst die äusseren Hüllen des Sterns weg und legt den neu entstandenen Weissen Zwerg frei. Dieses Schicksal wird die Sonne in ungfähr 6.7 Milliarden Jahren ereilen.