Kugelförmige Kometenwolke, die das Sonnensystem umgibt.
Die Oortsche Wolke wurde niemals beobachtet, sondern von Jan Hendrik Oort postuliert, um die Herkunft der langperiodischen
Kometen zu erklären.
In diesem Bild (aus der Wikipedia) wird erst klar, wie gross die Abstände im Sonnensystem wirklich sind. Die innere Grenze der Oortschen Wolke ist trotz dreimaliger jeweils 10facher Vergrösserung erst auf dem letzten Bild (rechts unten) erkennbar.
Diese haben
grosse Halbachsen von bis zu 50000
AU, weshalb sie ihren Ursprung in einem Gebiet haben müssen, dass bis zu 100 000 AU weit entfernt ist (ca. 1.5
Lichtjahre). Da ihre
Inklinationen sehr gross sein können (bis zu 90°), muss ihr Herkunftsgebiet das
Sonnensystem kugelförmig umgeben, so dass sie von allen Seiten auf das innere Sonnensystem einfallen können.
Man vermutet, dass die Durchquerung der Oortschen Wolke durch einen
Stern zu Störungen führt, welche dazu führen, dass einige der Kometen in dieser Wolke so stark abgebremst werden, dass sie in Richtung Sonne fallen. Kommen sie ihr dabei nahe genug, werden sie für uns als Kometen sichtbar. Solche Durchquerungen kommen alle paar Millionen Jahre vor. In etwa 1.4 Millionen Jahren wird der Stern
Gliese710 die Sonne in einem Abstand von knapp 1 Lichtjahr passieren und dabei die Oortsche Wolke durchqueren. Es kann davon ausgegangen werden, dass dies zu einer Erhöhung der Anzahl ins Sonnensystem einfallender Kometen führen wird.