Stehende Flüssigkeiten von planetenweiter Ausdehnung.
Ozeane sind flüssige Körper, welche die Oberfläche oder einen Teil des Untergrundes eines Himmelskörpers einnehmen. Auf der
Erde nehmen Ozeane aus
Wasser rund zwei Drittel der Oberfläche ein. Auf den Jupitermonden
Europa und
Ganymed sowie auf den Saturnmonden
Titan und
Enceladus dürfte es unterirdische
Subeisozeane aus flüssigem Wasser (im Fall von Titan mit Beimischungen von
Ammoniak) geben. Es wird heute darüber diskutiert, ob solche Ozeane Leben beherbergen könnten.
Dass wir auf der
Erde überhaupt Ozeane beobachten, haben wir einem grossen Zufall zu verdanken: alle anderen
terrestrischen Planeten haben entweder viel mehr (wie Europa, Ganymed) oder gar kein Wasser (
Merkur,
Venus,
Mars). Auch die Erde hatte einst vermutlich viel mehr Wasser - der grösste Teil davon verdampfte, als die
Urerde mit dem
Planetesimal Theia kollidierte (dabei wurde der
Erdmond gebildet). Der Rest, der übrig blieb, bildete zusammen mit dem, was darauf noch aus den Vulkanen der Erde ausgaste oder aus den Tiefen des Alls auf die Erde fiel, die heutigen Ozeane. Zieht man dabei in Betracht, dass nur einige 10 Prozent Wasser mehr gereicht hätten, um alle Kontinente für immer zu begraben, ist es äusserst erstaunlich, dass wir auf der Erde sowohl Kontinente, als auch Ozeane beobachten können.