In der Endphase der Planetenbildung entstanden die Planeten aus Kollsionen von Planetesimalen.
Planetesimale, auch
Protoplaneten oder
Planetenembryos genannt, gab es nur in der Schlussphase der Planetenbildung. Diese grossen Objekte (einige 1000 km Durchmesser) kollidierten in der letzten Phase der Planetenbildung miteinander und bildeten die vier terrestrischen Planeten des Inneren Sonnensystems.
Die meisten der Planetesimale wurden im Verlauf der Planetenbildung aus dem
Sonnensystem hinaus und in den interstellaren Raum geschleudert. Einige stürzten auch in die Sonne, wurden (möglicherweise) zu Monden der Gasriesen oder kollidierten mit den terrestrischen Planeten. Diese späten Kollisionen könnten verantwortlich sein für die Verdampfung etwa der Hälfte der
Merkur-Masse, für die seltsame Rotation der
Venus, für die Bildung des
Erdmondes (aus der Kollision der
Urerde mit einem marsgrossen Planetesimal namens
Theia) und vielleicht auch für die Bildung des ausgeprägten nördlichen Tieflandes (
Dichotomie) auf dem
Mars.