Stern im Riesenstadium.
Den grössten Teil seines "Sternlebens" verbringt ein
Stern als
Hauptreihenstern (Leuchtkraftklasse V), auf der sogenannten Hauptreihe des
Hertzsprung-Russel-Diagramms. Wenn der grösste Teil des Wasserstoffs im Kern verbraucht ist, entwickelt er sich erst zu einem
Unterriesenstern (Leuchtkraftklasse IV) und später zu einem Riesenstern (Leuchtkraftklasse III).
Riesensterne (manchmal auch
AGB-Sterne für "Asymptotic Giant Branch" genannt) sind meist Sterne von 0.7 bis etwa 8 Sonnenmassen (Sterne mit kleineren Massen, die länger auf der Hauptreihe bleiben, hatten seit dem Urknall noch keine Zeit, sich zu diesem Stadium zu entwickeln). Durch die Kernfusion vone Elementen schwerer als Helium ist ihr Kern viel heisser als bei einem Hauptreihenstern, wodurch sich ihre äussere Hülle aufbläht und dabei auskühlt. Obwohl Riesensterne viel mehr Energie ausstrahlen als ihre Vorgänger auf der Hauptreihe, ist sie damit über eine viel grössere Oberfläche verteilt, diese ist dadurch kühler und erscheint rötlich - daher die Bezeichnung
Roter Riese.
Riesensterne pulsieren, ihre Leuchtkraft und ihr Durchmesser schwankt periodisch aufgrund der zyklischen Fusionsvorgänge in ihrem Inneren. Diese Fusionsvorgänge sind es auch, die die Riesensterne schliesslich zerstören: entweder ihre äusseren Hüllen werden während einer
Nova abgeworfen, so dass nur der verdichtete Kern (der nun als
Weisser Zwerg bezeichnet wird) zurück bleibt, oder sie explodieren als
Supernova vom Typ II, wenn sie massiv genug sind.