Entfernung zur Sonne, in der Wassereis stabil existieren kann.
In der
protoplanetaren Scheibe, aus der sich in der Frühphase des
Sonnensystems die heutigen
Planeten bildeten, nahm die Temperatur von Innen (Sonnennähe) nach Aussen ab. Gleichzeitig nahm der Gasdruck in der zentralen Ebene der Scheibe zunächst zu, weiter aussen (ca. jenseits von 10
AU) wieder ab.
In welchem der drei Phasenzustände (Gasförmig, Flüssig oder Fest) Wasser vorliegt, hängt vor allem von Temperatur und Druck ab. Die Verhältnisse in der protoplanetaren Scheibe waren derart, dass Eis ab einer Entfernung von ungefähr 2.5 AU stabil existieren konnte. Diese Entfernung wird als "Schneelinie" (oder im englischen
snow-line) bezeichnet.
Planetesimale, die sich jenseits der Schneelinie bildeten, enthalten grosse Mengen an Wassereis.
Die Entstehungsbedingungen in der protoplanetaren Scheibe haben ihre Spuren im heutigen
Asteroidenguertel hinterlassen:
Asteroiden und
Planetoiden jenseits der Schneelinie haben im Schnitt eine deutlich geringere Dichte. So enthält zum Beispiel der grösste der Asteroiden im Asteroidengürtel,
Ceres, vermutlich einen relativ grossen Wassereisanteil unter seiner dunklen Oberfläche.
Die geringe Dichte einiger Asteroiden hat aber ihre Ursache nicht allein in der Position, in der sie entstanden, sondern hängt auch von ihrer
Makroporositaet ab.