Eine physikalische Theorie, wonach alle Teichen aus winzig kleinen schwingenden Fäden bestehen.
Die Stringtheorie ist ein Versuch, die Welt einheitlich zu beschreiben. Bisher gibt es die
Relativitaetstheorie, welche die Wirkung der
Gravitation sehr elegant beschreibt, und die
Quantentheorieen, welche die drei anderen Kräfte (Elektromagnetismus, Starke und Schwache Kernkraft) beschreiben, aber keine Theorie, welche alle Kräfte in der Natur einheitlich beschreibt sowie alle
Elementarteilchen korrekt voraussagt. Die Stringtheorie (korrekterweise gibt es mehrere Stringtheorien, die auch schon zu einer übergeordneten
M-Theorie, in denen keine kleinen Fäden, sondern Flächen, sogenannte
Branes, eine wichtige Rolle spielen) ist ein solcher Versuch.
Gemäss der Stringtheorie handelt es sich bei allen Elementarteilchen um winzig kleine, schwingende Fäden (
Strings). Diese Strings schwingen in (je nach Stringtheorie) 10, 11 oder 26 Dimensionen. Je nach Schwingungsmodus dieser Strings bilden sie andere Typen von Teilchen und gehen Interaktionen mit anderen Strings ein. Da die Strings aber viel zu klein sind, als dass man sie jemals beobachten könnte, wird der Theorie oft nachgesagt, dass sie nicht beweis- bzw. wiederlegbar sei. Es wird auch darüber diskutiert, ob es gigantische Strings von der Grösse von einigen Millionen
Lichtjahren Länge geben könnte (sogenannte
Superstrings), die beobachtbar wären. Die zusätzlichen Raumdimensionen, die von der Stringtheorie vorher gesagt werden, sind nur deshalb für uns nicht sichtbar, weil sie "aufgerollt" sind, das heisst, sie sind gegenüber den uns sichtbaren Dimensionen so winzig, dass wir sie nicht wahrnehmen.
In den letzten Jahrzehnten wurde viel Arbeit in zukünftige Experimente investiert, die in der Lage sein sollen, zu entscheiden, ob die Realität durch die Stringtheorie besser beschrieben wird als bisherige Theorien.