Ein Ozean auf einem grossen Himmelskörper, der sich unter einer dicken Eisdecke versteckt.
Beispiele für Subeisozeane (manchmal auch ein
Europa-Typ-Ozean genannt) gibt es (vermutlich, der "direkte" Nachweis steht noch aus) auf den Jupitermonden
Europa und
Kallisto, auch auf
Ganymed wird ein Subeisozean erwartet. Weiter gibt es Subeisozeane auf
Enceladus und
Titan.
Ein Subeisozean enthält gewaltige Mengen von Wasser: die Menge, die im Subeisozean von Europa gespeichert ist, entspricht dem zehn- bis hundertfachen der Wassermenge in den Ozeanen der Erde. Über dem Eis liegt ein dicker Panzer (mindestens 10 km, vermutlich aber bis zu 100 km) aus steinhartem Wassereis.
Auf Europa finden sich die besten Hinweise auf einen Subeisozean aus (salzigem) Wasser: Durch Brüche, welche durch die
Gezeitenkraefte Jupiters gebildet werden, dringt ab und zu Wasser aus dem Ozean an die Oberfläche. An diesen Ausflüssen ist eine deutliche Braunfärbung zu erkennen, was auf einen mineralienreichen (salzigen) Ozean hindeutet. Möglicherweise werden die Salze durch kleine Vulkane am Grund des Subeisozeans eingebracht.
Der Subeisozean, der sich vermutlich unter der Oberfläche des Saturnmondes Titan verbrigt, hat eine Temperatur von etwa -10°C. Er wird durch die Anwesenheit von
Ammoniak am Gefrieren gehindert.
Subeisozean gelten als mögliche extraterrestrische Habitate für primitive Lebensformen. Ihrer Erforschung wird deshalb im Verlauf des 21. Jahrhunderts viel Zeit und Geld gewidmet werden.