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T Tauri-Stern


Ein Protostern, der die Hauptreihe noch nicht erreicht hat.


Wenn Sterne entstehen, so machen sie alle die sogenannte T-Tauri-Phase durch, in der sie noch keine Wasserstoff-Kernfusion betreiben, sondern nur aufgrund des Gravitationsschrumpfens leuchten. Benannt wurden die Sterne nach dem veränderlichen Stern "T Tauri" in der Sternentstehungsregion im Sternbild Taurus (Stier).

Ein T-Tauri-Stern (manchmal auch als Protostern bezeichnet) ist erst wenige Millionen Jahre alt - er leuchtet noch nicht über Kernfusion, sondern über die gewaltige Energie, die frei wird, während er sich zusammenzieht. T Tauri Sterne können teilweise viel heller strahlen als ein Hauptreihenstern vergleichbarer Masse.

Man unterscheidet folgende Phasen:

* Phase -I - Die präsolare Wolke ist zu einem etwa 1 AU grossen Gebilde zusammengefallen, das aufgrund seiner eigenen Wärme nicht weiter zusammenfallen kann.

* Phase 0 - Der erste Kern der Phase -I hat sich so stark erwärmt, dass die Wasserstoffmoleküle gespalten werden und nun als Protonen / Elektronen-Plasma vorliegen - dies hat einen Kollaps zu einem zweiten, wesentlich kleineren Kern zur Folge.

* Phase I - In dieser Phase ist der noch kleine Protostern von einer dichten Gas- und Staubscheibe umgeben, die etwa 0.1 Sonnenmassen umfasst. Praktisch alles Gas fällt früher oder später auf den Protostern.

* Phase II - Die Gas- und Staubscheibe hat nun an Masse verloren und macht nur noch ca. 0.01 Sonnenmassen aus.

* Phase III - Die Gas- und Staubscheibe ist praktisch verschwunden und wurde durch eine protoplanetare Staubescheibe abgelöst, in der sich die ersten Planeten bilden.

In allen Phasen sind grosse polare Massenauswürfe zu beobachten: der T Tauri Stern stösst über seine Pole (ungefähr senkrecht zur Ebene der Staubscheibe) grosse Mengen an Gas aus.


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