
Das Spitzer-Weltraumteleskop, das im Infrarotbereich das Universum untersucht, hat fünf Tage lang den sonnenähnlichen Stern "Upsilon Andromeda" beobachtet, von dem man weiss, dass er von mindestens drei extrasolaren Planeten (
Exoplaneten) umkreist wird. Der innerste dieser drei Planeten umkreist seinen Stern einmal alle 4.2 Tage.
Nun hat Spitzer die Helligkeit des Sterns über diese fünf Tage nachgezeichnet: Sie schwankt schwach mit einer Periode von 4.2 Tagen. Dies wird so interpretiert: Der Planet hat eine heisse und eine kalte Seite: wenn die heisse Seite in Richtung Erde zeigt, dann misst das temperaturempfindliche Spitzer-Teleskop eine grössere Helligkeit, als wenn die heisse Seite von der Erde wegzeigt. Die Vermutung liegt nahe, dass der Planet "gebunden" mit seinem Stern rotiert, ihm also immer die gleiche Seite zeigt, wie der Mond der Erde auch immer die gleiche Seite zeigt. Die "Tagseite" von Upsilon Andromeda b heizt sich so auf rund 1600°C auf, während die kalte Nachtseite "nur" etwa 200°C warm ist. Diese Vermutung konnte mit einem Vergleich der Positionsdaten des Planeten (er befindet sich tatsächlich jeweils "hinter" seinem Stern, wenn die heisse Seite zur Erde zeigt: seine Bahn ist allerdings nicht so geneigt, dass er, von der Erde aus gesehen, wirklich von seinem Stern bedeckt würde) bestätigt werden.
Informationen zu Upsilon Andromeda b im Katalog der Welten:
Ups And b
Bericht auf der Centauri-Dreams-Webseite