
Das Sternsystem Mu Ara (oder Mu Arae) war bisher für seine exotische Planetensammlung bekannt: Einerseits ein exzentrischer, massiver
Gasriese auf einer weiten Bahn, dazu ein zweiter Gasriese auf einer kreisrunden Bahn, plus eine weitere Welt von nur gerade 10 Erdmassen auf einer engen Umlaufbahn von 10 Tagen, vermutlich eine "
Supererde", also ein terrestrischer Planet mit einer massiven Atmosphäre.
Nun steht das System Kopf: Ein Team von Wissenschaftlern hat die Radialgeschwindigkeitsdaten von Mu Ara einer genaueren Analyse unterzogen uns ist zur Erkenntnis gekommen, dass sich die Daten besser erklären lassen, wenn dem System ein weiterer Planet hinzugefügt wird (zwischen dem bisher in der Mitte gelegenen Planeten und der Supererde), und man alle Planeten auf praktisch kreisrunden Bahnen um ihren
Stern kreisen lässt.
In unser eigenes System versetzt, sähe das Mu Ara System also folgendermassen aus: Zuerst, weit innerhalb der
Merkurbahn, eine Supererde von 10 Erdmassen. Dann, etwas innerhalb der
Erdbahn, ein Gasriese mit einer halben Jupitermasse. Dann auf der Höhe des Planeten
Mars im
Sonnensystem, der dritte Planet von etwa anderthalb Jupitermassen. Etwas ausserhalb der Bahn des
Jupiters schliesslich kommt noch ein weiterer, massiver Gasriese von zweieinhalb Jupitermassen (alle Massenangaben sind Minimalmassen).
Die Botschaft, die in dieser neuen Arbeit steckt, ist folgende: Es lohnt sich, die bisherigen Exoplanetendaten einer genauen Prüfung zu unterziehen - ab und zu kommt nämlich ein weiterer Planet raus.
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Mu Ara