
Das "Wide Angle Search for Planets" (WASP) Suchprogramm vermeldet drei neue "Heisse Jupiter". WASP sucht nach Transits von Exoplaneten vor der Scheibe ihres Sterns - durch die minimale Helligkeitsabnahme des Sternlichts ist es möglich, auf die Anwesenheit eines Planeten zu schliessen. Dazu setzt das WASP-Projekt zwei automatische Teleskope ein, eines auf La Palma (Kanarische Inseln), eines in Südafrika. Mit acht Weitwinkel-Kameras werden gleichzeitig Millionen von Sternen überwacht und nach minimalen Helligkeitsschwankungen gesucht.
Nach den Planeten
WASP-1 b und
WASP-2 b war es lange Zeit still geworden um das Projekt - nun wurden drei neue WASP-Planeten angekündigt,
WASP-3 b,
WASP-4 b und
WASP-5 b.
WASP-3 b ist ein extrem heisser Hot Jupiter, der seinen Stern vom Spektraltyp F7V (Entfernung zur Erde: 727 Lichtjahre) in nur gerade 1.85 Tagen in einer Entfernung von 0.0303 AU umkreist, einen Durchmesser von 1.38 Jupiterdurchmessern und eine Masse von 1.83 Jupitermassen aufweist. Mit einer geschätzten Oberflächentemperatur nahe 2000 K ist er einer der heissesten bekannten Exoplaneten überhaupt. Zu WASP-3 b gibt es unterdessen auch ein Arxiv-Preprint:
WASP-3b: a strongly-irradiated transiting gas-giant planet
WASP-4 b umkreist einen kühleren Stern vom Spektraltyp G7V (Entfernung zur Erde: 850 Lichtjahre) in 1.34 Tagen in einer Entfernung von 0.0230 AU. Er hat einen Durchmesser von 1.44 Jupiterdurchmessern und eine Masse von 1.27 Jupitermassen.
Der Stern, um den WASP-5 b kreist, gehört zum Spektraltyp G4V und ist 967 Lichtjahre von der Erde entfernt. Mit 1.6 Jupitermassen und 1.13 Jupiterdurchmessern ist WASP-5 b der dichteste der drei neuen Planeten. Für einen Umlauf um seinen Stern in einer Entfernung von 0.0269 AU braucht der Planet 1.63 Tage.
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