
Die Entstehung von Mehrfachsternsystemen ist nach den Erkenntnissen der Astrophysik seit langem die Regel. In unserer Galaxis stellen die einsamen sonnenähnlichen Sterne die Minderheit. Lange galten Doppel- und Mehrfachsysteme als ungeeignete Ziele für die Planetenjäger. Bis sie in ihren Daten eindeutige Signaturen für substellare Begleiter identifizieren konnten (z. B.
HD 41004,
HD 178911,
HD 41004,
16 Cyg,
Gamma Cephei und
HD 142022).
Die bekannten Planeten in Mehrfachsternsystemen zeichnen sich dadurch aus, das die Exoplaneten einen Mutterstern umkreisen, dessen Partner so weit entfernt sind, das deren gravitative Störungen die Stabilität des Planetensystems nicht existentiell beeinflussen.
Nun haben Wissenschaftler in einer größeren
Durchmusterung mit dem Spitzer-Teleskop festgestellt, dass auch gravitativ eng gebundene Sternsysteme die Staubscheiben ausbilden, in denen der Theorie nach Planetenbildungsprozesse in Gang kommen.
Die Veröffentlichung wird bereits
ausgiebig diskutiert:
"Alan Boss, a planet formation theorist at Carnegie Institution of Washington, says the finding is encouraging news for planet hunters. “It’s pretty reassuring,” said Boss, who also was not involved in the study. “This really goes in the direction of making planets more frequent than they would be otherwise.”"