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TESS: Die Google-Planetensuchmaschine


Google unterstützt das Projekt TESS - Credit: TESS TeamIm Dezember 2007 schickte die ESA mit CoRoT den ersten satellitengestützten Planetensucher in eine Erdumlaufbahn. Dezember 2008, ein Jahr nach dem Start gibt es zwei bestätigte CoRoT-Planeten zu verzeichnen, 40 weitere Lichtkurven mit Hinweisen auf Planeten soll es noch geben. Nach CoRoT kommt Kepler: In nicht mal einem Jahr wird das NASA-Weltraumteleskop starten. Sein Ziel sind ebenfalls extrasolare Planeten, die vor ihrem Stern vorüberziehen. Und zwischenzeitlich soll auch die Kometensonde Deep Impact - jetzt unter dem Namen EPOXI - bekannte Transitplaneten untersuchen (planeten.ch berichtete).

Wie das MIT (Massachusetts Institute of Technology) jetzt in einer Pressemitteilung bekannt gab, nimmt auch das Internet-Unternehmen Google mit einem eigenen Beitrag an der Planetensuche teil. Unter der Leitung von George Ricker arbeiten Wissenschaftler des MIT zurzeit an einem neuen Satelliten für die Suche nach fernen Welten. TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) heisst ihr Projekt, soll ebenfalls mit der Transitmethode nach Planeten suchen und könnte schon 2012 ins All starten, mit einem zusätzlichen Sponsor sogar früher. Die Kosten werden auf 2 Millionen Dollar geschätzt.

Google unterstützt dieses Vorhaben und entwickelt mehrere Digitalkameras für das neue Weltraumteleskop. TESS wird mit sechs hochauflösenden Weitwinkel-Digitalkameras ausgerüstet sein, die zusammen eine Auflösung von 192 Megapixel ermöglichen sollen. Bereits nach zwei Jahren im Orbit soll mit ihnen die Helligkeit von rund 2 Millionen Sternen präzise vermessen worden sein. Angesichts der gewaltigen Datenmengen, die die Kameras während der Himmelskartierung produzieren werden, hat Google dabei großes Interesse daran, eine Datengewinnung zu entwickeln, die die wichtigsten Zahlen aus der Informationensflut ziehen kann. Immerhin soll mit TESS der gesamte Himmel durchmustert werden. Dafür erwartet man am Ende mehr als tausend Transitplaneten bis hinunter zur Größe von Supererden entdeckt zu haben.

MIT-News: MIT aims to search for Earth-like planets with Google's help

Nico Schmidt


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